Fitness Mythen im Check - was stimmt eigentlich?

Wie nahezu in jedem Bereich, existieren auch im Zusammenhang mit Sport- und Fitnessübungen diverse Mythen und Legenden.

Viele der entsprechenden Storys werden von Experten und studierten Sportlern nur belächelt. Dennoch halten sie sich hartnäckig und werden oft als Weisheiten weitergegeben. Viele Behauptungen entpuppen sich als „falsch“ und können sogar Frust verursachen.

Daher ist es ratsam, einige der häufigsten Ammenmärchen unter die Lupe zu nehmen und auf Hometrainer.de zu überprüfen, wie viel Wahrheit in ihnen steckt.

Sportmythos Nr. 1: Erst nach 30 Minuten Ausdauertraining werden die Fettreserven angekratzt

Hierbei handelt es sich um einen besonders weitverbreiteten Mythos aus dem Fitnessbereich. Fest steht aber: schon ab der ersten Minute bedient sich der Körper an seinen Energiequellen. Diese bestehen aus Fetten und Kohlenhydraten.
Das einzige Wahre an diesem Mythos ist, dass zu Beginn eher auf den Glykogenspeicher zugegriffen wird und das Fett ein wenig (und in der Regel nicht erst 30 Minuten) später an der Reihe ist. Erst im Zusammenhang mit regelmäßigem Training, schöpft der Körper von Anfang an Energie aus den Fettreserven.

Sportmythos Nr. 2: Laufen ist schädlich für die Gelenke

Neueste Studien haben ergeben, dass Laufen sogar sehr gut für die Gelenke sein kann. Durch das Laufen oder Joggen werden die Knorpel angeregt und wachsen dadurch. Um diesen Effekt jedoch nutzen zu können, braucht es vernünftiges Schuhwerk.
Die Laufschuhe sollten eine passende Dämpfung besitzen, damit die Stöße nicht zu hart auf die Knorpel zu wirken.

Achtung! Es gibt – zugegebenermaßen - Ausnahmen! Menschen mit Übergewicht, einer Verletzung oder einer Fußfehlstellung sollten Abstand vom Laufen nehmen. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Gelenke auf Dauer geschädigt werden.

Sportmythos Nr. 3: Sit Ups und Crunches führen zum Six-Pack

Sit Ups und Crunches trainieren gezielt die Bauchmuskulatur, aber diese Leistung bringt nichts, wenn sich der ersehnte Six-Pack unter einer Schicht aus Fett verbirgt. Um den Six-Pack hervorzuheben, muss der Körperfettanteil bei Männern beispielsweise unter 10 Prozent liegen. Ein ambitioniertes Ziel, das sich oft nur mit der entsprechend angepassten Ernährung erreichen lässt.

Um den Fettanteil weiter effizient zu bekämpfen, eignet sich eine Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining.

Sportmythos Nr. 4: Krafttraining wandelt Fett in Muskeln um

Bei Muskeln und Fett handelt es sich um zwei verschiedene Gewebearten. Sie können nicht ineinander verwandelt werden. Dies bedeutet (leider), dass aus Fett keine Muskeln werden und aus Muskeln kein Fett.
Damit das Fett schmilzt und die Muskeln wachsen, braucht es ein ausgewogenes Training und die passende Ernährung.
Als Grundregel gilt hierbei: je mehr Muskeln der Körper besitzt, desto mehr Kalorien verlangt er. Wenn er aber keine entsprechende Kalorienzufuhr erhält, werden gezielt die Fettreserven angesprochen. Im Laufe der Zeit sollten sich so erste Ergebnisse in der Körperdefinition erzielen lassen.

Sportmythos Nr. 5: Viel trainieren hilft viel

Ebenfalls eine hartnäckige Legende, die immer noch weit verbreitet ist. Viele wissen jedoch schon, dass der Körper eine Regenerationszeit benötigt, um Muskeln aufbauen und Leistung erbringen zu können.
Oder anders: Muskeln wachsen nicht während des Trainings. Während des Workouts bekommen sie nur den Reiz, aktiv zu werden. Daher lassen sich Gewichte übrigens nach einiger Zeit auch erfahrungsgemäß einfacher stemmen.

Wer den täglichen Gang ins Fitnessstudio nicht aufgeben möchte, kann zwischen Ausdauer- und Krafttraining wechseln und so immer wieder neue Impulse setzen.
Während der Regenerationsphase ist es ansonsten natürlich trotzdem möglich, aktiv zu sein. Ein Spazier- oder Saunagang, eine Massage oder Meditation helfen dem Körper dabei, seine Reserven wieder aufzuladen.

Bei Muskelkater oder Schmerzen sollte die besagte Regenerationsphase verlängert werden.

Sportmythos Nr. 6: Trinken beim Training verursacht Bauchschmerzen

Sportler sollten immer genug Flüssigkeit zu sich nehmen, um den Verlust, der durch das Schwitzen entsteht, auszugleichen.
Beim Krafttraining reicht es in der Regel aus, vor dem Workout zu trinken. Bei einer längeren Ausdauereinheit sollte auch zwischendurch getrunken werden.
Wer hier darauf achtet, auf viele kleine Trinkeinheiten zu setzen, kann den erwähnten Bauchschmerzen vorbeugen. Sie sind keineswegs vorprogrammiert.

Sportmythos Nr. 7: Vor dem Zu-Bett-Gehen sollte nichts mehr gegessen werden

Pauschalaussagen wie diese können getrost ignoriert werden. Fakt ist, dass es weniger darauf ankommt wann, sondern was gegessen wird.
Seit langer Zeit wird behauptet, dass Mahlzeiten, die vor dem Schlafengehen gegessen werden, direkt in Körperfett umgewandelt werden. Dies stimmt aber nicht. Späte Mahlzeiten müssen einem Abnehmerfolg nicht im Wege stehen. Wichtig ist es lediglich, über den Tag hinweg weniger Kalorien zu sich zu nehmen als verbrannt werden. So entsteht ein Kaloriendefizit und der Körper geht gezielt an die Fettreserven.

Sportmythos Nr. 8: Heiße Bäder helfen gegen Muskelkater

Bei müden und verkaterten Muskeln wirkt ein heißes Bad wahre Wunder,… zumindest wird dies behauptet.
Die Wahrheit sieht allerdings anders aus. Die Wärme mag im ersten Moment guttun, aber: tatsächlich ist eine Wechseldusche weitaus besser zur Muskelregeneration geeignet.

Bei ihr erweitern und verengen sich die Blutgefäße. Die Durchblutung wird anregt und der Abtransport von Stoffwechselprodukten wird erleichtert. Leider muss an dieser Stelle jedoch auch festgehalten werden, dass eine einzige Wechseldusche den Muskelkater in der Regel nicht verschwinden lässt. Es dauert meist ein paar Tage bis dieser der Vergangenheit angehört.

Hier bestellen Sie passende Produkte bequem online: