Trainieren nach Verletzungen – oft erlaubt, aber bitte mit Vorsicht!

Sie wird von vielen Sportlern gefürchtet, so gut wie jeder musste sie jedoch schon einmal einlegen: die Zwangspause.

Oft sorgen Verletzungen (oder Operationen) dafür, dass das Workout über einen bestimmten Zeitraum nicht fortgeführt werden kann.
Selbstverständlich bedeutet eine Verletzung meist jedoch nicht, dass für immer und grundlegend auf Sport verzichtet werden müsste. Im Gegenteil! Oft sind es gerade die Bewegungen, die dafür sorgen, dass sich der Körper im entsprechenden Bereich schneller regenerieren kann. Die Psyche kann von leichten Sporteinheiten nach einer längeren Pause ohnehin profitieren.

Doch was sollte mit Hinblick auf das Trainieren nach Verletzungen beachtet werden?
Die folgenden Hinweise geben Aufschluss und zeigen auf, wie viel hier mit ein wenig Recherche und Flexibilität möglich sein kann.

Besonders wichtig: das ärztliche „GO!“

Auch wenn die Lust darauf, „endlich wieder Sport“ zu treiben groß ist, ist es im ersten Schritt wichtig, hier nicht im Alleingang zu agieren. Das bedeutet: erst dann, wenn der behandelnde Arzt das grundsätzliche „Okay“ gegeben hat, darf auch wieder trainiert werden.
Oft gibt der Mediziner noch weitere Tipps, indem er beispielsweise auf eine erlaubte Maximalbelastungen und/ oder passende Übungen verweist.
Wer sich an die entsprechenden Ratschläge hält, kann sich vergleichsweise sicher sein, dass der Wiedereinstieg in das Training schonend und effektiv erfolgen kann.

Besonders wichtig: Kompromisse sind hier fehl am Platz. Sportler, die sich den Ratschlägen der Ärzte widersetzen und – trotz Warnung - ihre eigenen Trainingspläne entwickeln, laufen Gefahr, dass die Zwangspause aufgrund neuer Verletzungen möglicherweise noch weiter verlängert werden muss.   

Damit jedoch die Frage „Sind die Ratschläge, die mir mein Arzt gibt, sinnvoll?“ überhaupt nicht erst entstehen kann, ist es wichtig, ausschließlich Mediziner des Vertrauens zu konsultieren. Viele passionierte Fitnessfans wenden sich in diesem Zusammenhang an Sportmediziner.

Bewegung kann auch während der akuten Verletzungsphase helfen

In vielen Fällen ist es möglich, kurz nach einem Unfall – wenn auch in angepasster Form – auf Bewegung zu setzen.
Dementsprechend erklärt es sich von selbst, weshalb so viele Menschen während ihrer Reha-Zeit mit regelmäßigen Bewegungseinheiten versorgt werden.
Auch wenn eine Verletzung im ersten Schritt vollständig heilen muss, bedeutet dies nicht, dass der komplette Körper in „Schonstellung“ verfallen müsste. Ein klassisches Beispiel? Wer mit einem gebrochenen Bein kämpft, kann in der Regel immer noch seinen Bizeps trainieren.
Daher ist es umso wichtiger, Sport nicht komplett aus dem Alltag zu verbannen, sondern sich stattdessen auf die Suche nach Alternativen zu begeben.

Mit ein wenig Fantasie (und selbstverständlich mit der Hilfe des Arztes) finden sich hier viele Optionen, die dazu beitragen, dass das Fitnesslevel in dem entsprechenden Bereich nicht noch weiter sinkt.
Möglicherweise zeigen die besagten Alternativen ja auch eine weitere, interessante Sportart und/ oder Übungen auf, die in Zukunft in das Training nach der Verletzungspause integriert werden können?

Nach der Pause: bitte langsam (!) wiedereinsteigen

Die Verletzung ist ausgeheilt und der „normale“ Trainingsalltag steht in den Startlöchern? Nachdem der Arzt seine abschließenden Untersuchungen beendet und sein Einverständnis gegeben hat, kann es auch schon losgehen. Aber bitte: langsam! Es wäre sicherlich aus vielen Gründen naiv, hier vorzupreschen und wieder von 0 auf 100 starten zu wollen.
Das bedeutet: der Trainingsplan muss angepasst werden. Wer hier wie immer einsteigt, riskiert, dass ihm der Körper von ganz allein signalisiert „So nicht!“.  

Sowohl im Ausdauer- als auch im Kraftbereich ist es daher wichtig, langsam vorzugehen und sich der „alten Stärke“ vorsichtig zu nähern.
Ein weiterer unerlässlicher Punkt: regelmäßige Pausen. Diese gehören ohnehin zu einem perfekten Trainingsplan, sind jedoch nach dem Wiedereinstieg nach einer Verletzung umso wichtiger. Am sichersten ist es dabei, nach einem Workout auf mindestens einen trainingsfreien Tag zu setzen.
Wer bemerkt, dass er gut zurechtkommt, kann steigern. Das bedeutet, dass die Einheiten langsam etwas länger gestaltet werden können. Immer unersetzlich: das Hineinhören in den eigenen Körper. Zeigen sich Schmerzen und/ oder Überlastungserscheinungen, ist es an der Zeit, einen Schritt zurückzugehen.
Wie auch mit Hinblick auf das klassische Training ohne Verletzungsgeschichte, gilt, dass Fehlhaltungen und Co. natürlich ebenfalls vermieden werden müssen. Diese sind letztendlich oft der eigentliche Grund dafür, weshalb die ungeliebte Zwangspause überhaupt eingelegt werden musste.

Fazit: optimistische Aussichten für die Zeit nach einer Verletzung

Für viele Sportler stellt der Gedanke an eine Verletzung einen schlichten Alptraum dar. Mit ein wenig Feingefühl und unter Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt muss eine Zwangspause jedoch nicht das Ende der Trainingskarriere bedeuten.
Wichtig ist es nun lediglich, dass…:

der individuelle Workoutplan angepasst
Überlastungen vorgebeugt

nicht gegen den Ratschlag des behandelnden Mediziners

auf den eigenen Körper und dessen Signale geachtet

wird. Selbstverständlich erfordert der Wiedereinstieg in das Training nach einer Verletzung oder nach einer OP auf ein wenig Geduld. Wer sich jedoch an die entsprechenden Tipps hält, schafft eine gute Basis dafür, dass einem entspannten Wiedereinstieg ohne böse Überraschungen nichts mehr im Wege steht.
Vielen passionierten Sportlern hilft es unter anderem auch – so abwegig es klingen mag – die Verletzungspause als Chance zu sehen. Immerhin zwingt sie in gewisser Weise dazu, einen Blick über den sportlichen Tellerrand zu wagen und neue Übungen kennenzulernen.

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